Stottern (Balbuties)

Stottern ist eine zeitweise auftretende, willensunabhängige, situationsabhängige Redeflussstörung oft nicht bekannter Ursache, die durch angespanntes, stummes Verharren in der Artikulationsstellung, Wiederholungen, Dehnungen sowie Vermeidungsreaktionen (Wortvertauschungen, Satzumstellungen) charakterisiert ist.

Etwa 75% aller Kinder durchlaufen während ihrer Sprachentwicklung eine Phase unflüssigen Sprechens (physiologischen („normalen“) Redeunflüssigkeiten) mit wiederholen von Satzteile, Wörter, Silben oder auch Laute  -> „innere“ Planung, (wird nicht als Stottern bezeichnet). Die Grenze zwischen altersbedingten physiologischen Sprechunflüssigkeiten und beginnendem oder chronischem Stottern bei Kindern ist fließend.

Verstärkte Sprechunflüssigkeiten die jedoch länger als etwa 6-9 Monate auftreten und sich weiterhin immer mehr verschlechtern, bedürfen unbedingt einer diagnostischen Abklärung durch einen Arzt und durch einen Logopäden, um ein echtes Stottern auszuschließen.